Zum Inhalt springen

Lloyd Austriaco

Bei Lloyd´s gab es 3 Sektionen:

Lloyd I. Versicherung, Lloyd II. Schiffahrt, Lloyd III.  Kunstdruck

1836 wurde Lloyd Austriaco L-A gegründet

1873 Nach dem Ausgleich Österreich-Ungarns 1867 steigt Ungarn bei Lloyd Austriaco ein und der Firmenname wird in „Lloyd-Austro-Ungarico „L-A-Uumgewandelt. Alle Waffen aus dieser Zeit sind mit diesen 3 Buchstaben, verschlungen mit dem Anker, gekennzeichnet.

1892 Ungarn stellt alle Zahlungen in den Lloyd-Topf ein und gründet eine eigene Schifffahrtsgesellschaft, die Adria in Fiume. Der österr. Lloyd ist darüber sehr erbost und wechselt binnen kürzester Zeit alle mit L-A-U gekennzeichneten Waffen aus. Ab diesem Zeitpunkt sind wieder die zwei Buchstaben L-A das Kennzeichen von Lloyd Austriaco.

1918 Der österreichische Lloyd Austriaco wird aufgelöst.

Der Lloyd Austriaco war zwar ein österreichisches Unternehmen und die Dienstsprache war Deutsch, aber in Wirklichkeit sprachen alle Italienisch. Österreichische Offiziere wurden regelrecht gemobbt. Ein österreichischer Marinearzt quittierte seinen Dienst nach der ersten längeren Ausfahrt weil er von seinen Mitoffizieren beschimpft wurde (Knödlfresser, usw . . .)

Nach dem die Gesellschaft größtmögliche Einheit in der Adjustierung der Offiziere wünschte, bekamen diese ihren Säbel, Degen und Dolch kostenlos von der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Der Dolch wurde an Bord getragen. Wann der Säbel und wann der Degen getragen werden sollte ist dzt. nicht bekannt.

Gala-Säbel für Offiziere des Lloyd-Austriaco

Initialen "L-A" nebeneinander, vor 1873
Initialen "L-A-U" mit Anker verschlungen 1873 - 1892
nitialen "L-A" mit Anker verschlungen ab 1892

Lloyd-Initialen vor 1873:

Unter einer Heraldik- oder Bügelkrone sind links und rechts vom Anker die Initialen „L-A“ dargestellt.

Man kann annehmen, dass alle Blankwaffen vor 1873 mit diesen Initialen gekennzeichnet waren.

Lloyd-Initialen 1873 bis 1892:

Ungarn hat sich bei Lloyd eingebracht und die neuen Initialen zeigen unter der Kaiserkrone die mit dem Anker verschlungenen Buchstaben „L-A-U“ für Lloyd-Austro-Ungarico. Als gesichert gilt, dass in der Zeit 1873-1892 die Initialen aus den drei Buchstaben „L-A-U“ bestanden. Bekannt sind dzt. nur ein Dolch mit diesem Emblem und ein Säbel, gesehen in dem kleinen, kaum bekannten Museo Henriquez in Triest.

Lloyd-Initialen nach 1892:

Nachdem Ungarn im Jahre 1892 den Lloyd verlassen hat wurde das Emblem wieder geändert indem zwar die Buchstaben mit dem Anker verschlungen blieben, aber das „U“ für Ungarico weggelassen wurde. Als die Beziehung mit Ungarn auseinander ging wurden so rasch als möglich alle Initialen mit dem „U“ verändert. Das erklärt möglicherweise, warum aus dieser Zeit keine erhaltengebliebenen Blankwaffen gibt.

Gala-Degen für den Maschinendienst, Initialen “LA” mit dem Anker verschlungen nach 1892 (Hängekuppelmontierung, bei Militärbeamte ab1870)

Schreibe einen Kommentar