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1902 Ungarischer Pallasch genannt Crabatische Wehr:
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Ungarischer Pallasch genannt Crabatische Wehr
um 1590
 
Ungarischer Pallasch, sogenannte „Crabatische Wehr“: Dieser ungarische Pallasch wurde von der leichten ungarischen, der husarischen Reiterei geführt (siehe „Schwerter und Säbel aus der Steiermark Seite 44).

Die Parierstange ist s-förmig gebogen, kantig geschnitten und endet flachgedrückt hinten Blattförmig und vorne eingerollt. Schlanke halbrunde Mitteleisen reichen weit in den Scheiden- und Griffbereich hinein. Der hölzerne, mit Spagat umwundene Griff ist mit Leder bezogen und mit einer Zierrosette versehen. Oben wird das Griffstück von einer spitzovalen Griffkappe abgeschlossen, welche mit dem christlichen Symbol „HIS“ (ungarische Schreibweise von „IHS“) von einem Kreuz überhöht geschmückt ist.

Die zweischneidige Klinge mit dreifacher, dünner Kehlung ist mit einer lateinischer Inschrift versehen: Auf der Vorderseite „CHRISTUS AB OMNI MALO NOS DEFENDAT“ (Christus möge uns gegen alles Übel verteidigen) und auf der Rückseite „ECCE CRUGEM DOMINI FUGITE PARTES ADVERSAE“ (Siehe das Kreuz des Herrn, fliehet feindliche Mäche). Außerdem ist auf der Klingenvorderseite noch das steirische Klingenzeichen – zwei sich gegenüberstehende gezackten Halbmonde – angebracht.

Die Scheide nach ungarischem Muster ist aus Holz gefertigt und mit Leder überzogen, welches an der Vorderseite mit schlangenförmigen Prägungen verziert ist. Vier mit gravuren versehene Scheidenbänder halten die Scheide zusammen. Die beiden oberen Scheidenbänder sind mit beweglichen Ringen zum Tragen an der Hängekuppel versehen. Auch das gerade abgeschlossene Ortblech ist mit Gravuren versehen. An der Vorderseite der Scheide verläuft eine Längsschiene welches vom Ortblech und von den drei unteren Scheidenbändern gehalten wird. An der Rückseite reicht diese Schiene nur vom Ortblech bis zum untersten Scheidenband.